Freitag, 9. Mai 2008

Strassenkunde


Ich bin in der Perle Transsylvaniens angekommen, in Schaessburg, daher habe ich Zeit und Muse fuer eine kleine rumaenische Strassenkunde. Dies sind eben so Dinge, die einen Tourenradler bewegen. Also...
Ich bin hier mit einer Strassenkarte Massstab 1:600.000 unterwegs (Huber-Verlag). Hierauf sind die Strassen farblich wie folgt eingeteilt. Rote, orange, gelbe und weiss markierte Strassen. Mit allen hatte ich bereits zu tun.
ROT: fuer den nicht lebensmueden Radler eigentlich ein "no go". Die roten sind meist als Europastrassen markiert und daher zwar sehr gut ausgebaut und meist schlaglochfrei, aber eben auch beim internationalen Durchgangsverkehr beliebt. Die LKW Fahrer nehmen auf Radler keine Ruecksicht. Der einzige Vorteil, den man als Radler aus den eng an einem vorbei fahrenden LKW ziehen kann, ist der Luftzug, der einem mitreisst...gut, gefaehrliches Spielchen.
ORANGE: meist ganz gut zum Radfahren geeignet, gut ausgebaut, zwar oft schlaglochgespickt, aber eben noch fahrbar. Der Verkehr haelt sich meist in Grenzen, wenn es genuegend rote Strassen gibt, auf denen die LKW sich tummeln.
GELB: ich habe gemischte Erfahrungen gemacht mit den gelben - OFT sind die Strassen kaum im Sitzen zu fahren, zu viele Loecher, zu unebener Belag. Auf der anderen Seite oft verdammt ruhig und idyllisch und abschnittsweise auch mal gut geteert.
WEISS: hahaha, das muss ein Witz des Kartographen sein. Teilweise denke ich, gibt es diese Strassen gar nicht, teilweise gibt es sie wohl, aber in einer Qualität, die dem eines Feldweges nicht entspricht. Nach einigen Experimenten bin ich dazu uebergegangen, keine weissen Strassen mehr zu fahren. Ein Mischung aus gelb und orange mit mehr orange ist ok. Rot nur wenn es sich nicht vermeiden lässt.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

"im Sitzen kaum zu fahren..." hat mir ein schmunzeln aufs Gesicht gezaubert. Schön, dass es dir wieder besser geht. LG