
Ja, kaum zu glauben, aber nach 5 schoenen aber auch harten Tagen habe ich heute die Ukraine wieder verlassen - ich durfte sie verlassen, was nicht so leicht ist. Das erklaert sich folgendermassen: sowohl bei dem Grnezuebergang von Rumaenien in die Ukraine als auch von der Ukraine nach Polen duerfen Fahrraeder die Grenze nicht passieren. Die Rumaenen und Polen haben diese Regel nicht gemacht, sondern die Ukrainer. Und so sass ich auch heute wieder bei einem Polen im Auto, mein Rad hinten drin, offener Kofferraum in einem VW Passat - das geht dann naemlich. So was bescheuertes wie die Ukrainischen Grenzbeamten hat die Welt noch nicht gesehen. FUCK THEM! Sorry, das musste gesagt sein - ich habe an der Grenze auch geflucht, verstanden hat mich eh niemand wie in den letzten 5 Tagen... Ja die Ukrainer sind sehr nett, keine Probleme, verstaendigt haben wir uns mit Haenden und Fuessen und ein paar Brocken Englisch, ausserdem spreche ich ganz passabel Ukrainisch, hahaha...dobri den!
Im Ernst, es war sehr schoen, landschaftlich setzt sich natuerlich das fort, was ich aus Nordrumaenien kannte, dennoch waren die Erfahrungen sehr, wie soll ich sagen, es waren sehr viele Eidnruecke in einer so kurzen Zeit, abends liegt man im Bett und denkt sich, puuh, kann soviel an einem Tag passieren??? Wie zum Beispiel an meinem ersten Tag, ein junger Ukrainer sieht mich auf dem Rad, zieht seine Radklamotten an und begleitet mich auf seinem Trek Discovery Channel Team Edition Rennrad 40 KM auf loechrigen Ukrainischen Strassen (die uebrigens sonst nicht schlechter sind als die in Rumaenien!).
Ja, so war jeder Tag sehr erlebnisreich, daneben bin ich viel Rad gefahren, zweimal 160 KM hintereinander. Heute will ich es lockerer angehen lassen: es sind noch 20 Km zu meinem heutigen Ziel Ustrzyki Gorne, das ist im aeussersten Ostzipfel Polens, einen Steinwurf in die Ukraine und die Slowakei.
Dorthin treibt es mich morgen weiter, das Wetter ist schon seit Tagen sonnig und heiss, die Strecke wird anspruchsvoll wellig, die grossen Berge der Tatra sind noch ein Stueckchen weg. Uebermorgen werde ich mal wieder die Beine hochlegen, Ruhetag einlegen, bevor ich meine grosse Schleife durch die Slowakei ziehen werde. Wie es dann weiter geht kann ich noch nicht genau sagen. Ich schaetze ich fahre der polnisch-tschechischen Grenze entlang und komme irgendwo im Erzgebirge raus. Dann noch ein Stueckchen durch Deutschland.
Ha, da faellt mir noch was ein: fuer die Tage in Deutschland kann man mich auf meiner Tour ein Stueck begleiten. Ich werde fruehzeitig bekannt geben, wo ich nach Deutschland rein und rum fahre und dann packt jeder der Lust hat sein Rad, setzt sich in den Zug und faahrt ein Stueck mit mir. Na, jemand Interesse???
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