Mittwoch, 23. April 2008

G'schafft


Nach mehr als 2.500 KM lege ich heute meinen ersten Ruhetag ein, hier im schoen gelegenen Badeort Baile Herculane, Rumänien. Seit dem letzten Blogeintrag ist eine Menge passiert. Der Teil Bosniens, in dem ich vor ein paar Tagen war, war recht anstrengend zu bereisen: zum einen war meine Landkarte wohl noch auf Vorkriegsstand, neuere sind nicht zu haben, die Bevoelkerung war auch meist sehr zurueckhaltend mit Auskuenften. Ich war irgendwie froh, als ich Kroatien wieder erreicht hatte. Zwar ging es dort u. a. durch das vom Krieg arg zerstoerte Vukovar an der Donau, aber ich war raus aus den Bergen, an der Donau, es war warm und ich happy.
Ich fuhr an der Donau entlang nach Ilok, ein sehr bekannter Weinort, ich konnte nicht umhin auch eine Weinkellerfuehrung mitzumachen. Ich muss sagen, ich bin sehr angetan: sehr gute Gewuerztraminer, eher als Desertweine ausgebaut, aber sehr schoen fruchtig. Kroatien als Thema fuer eine Weinprobe sollte man mal ueberlegen.
Anschliessend ging es nach Serbien: ueber Novi Sad an der Donau, nach Titel an der Theiss, durch die Woywodina. Ein sehr fruchtbarer Landstrich, total eben. Die Menschen dort sind mir sehr freundlich begegnet, vielen waren vor dem Krieg in Deutschland.
Seit vorgestern bin ich nun quasi dort angekommen, wo ich hinwollte, in Rumänien, ganz zu den Karpaten vorgedrungen bin ich noch nicht, aber so nahe war ich noch nie dran. Gegenueber den Balkanlaendern, in ich bislang durchfahren habe, scheint es hier auf der einen Seite einfacher auf der anderen schwieriger zu sein. Einfacher, weil die Sprache doch erheblich einfacher zu verstehen und zumindest beim Lesen zu erraten ist, das konnte man bei Yugoslawisch vergessen. Die Versorgungssituation auf dem Rad koennte etwas schweiriger sein: in YU gab es in jeden Kuhdorf einen Laden mit den noetigsten Lebensmitteln. Hier ist das bisher eher duerftig - in manchen Doerfern gibt es einfach nichts, da muss ich ganz anders planen und mehr Vorraete auf dem Rad schleppen.
Aber heute ist ja erst mal Pause angesagt. Baile Herculane ist bestens dafuer geeignet, nicht zu gross bietet es doch alles was ich so brauche an einem Ruehtag, inklusive der Baeder, die es bekannt gemacht haben und die schon 2000 Jahre alt sind. So schliesst sich ein Kreis von Baden-Baden nach Baile Herculane.

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